Familie Kuhnen
Weberstraße 12
53332 Bornheim - Rösberg

Telefon: 02227/931418

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Presse
  • Soeben erschienen: Ulla Scholz, Monika Salchert 
    Mit Genuss Einkaufen in Köln und in der RegionLink zum Emons Verlag
  • Auszug: Ziegenhof Rösberg, Seite 40:
    Ziegen hassen Regen. Beginnt es zu tröpfeln, rasen sie sofort mit Vollgas in den Stall. Der ist auf dem Ziegenhof Rösberg in Bornheim so gebaut, dass die Tiere nach Lust und Laune von drinnen nach draußen und umgekehrt wechseln können. Das gesamte Anwesen ist etwa 2,5 Hektar groß, der überwiegende Teil ist Freifläche. Raus dürfen die Tiere das ganze Jahr.
    Mit zehn Muttertieren fingen Ilona und Marc Kuhnen 2005 auf ihrem Ziegenhof an, mittlerweile sind es doppelt so viele Tiere. Seit 2008 gibt es eine hofeigene Käserei. Hergestellt werden bis zu 16 verschiedene Frischkäsesorten, dazu Camembert und naturbelassener Joghurt.
    Die Ziegen werden zweimal am Tag gemolken. Das dauert jedes Mal etwa eineinhalb Stunden. Die Milch wird nach dem Melken direkt in der Käseküche verarbeitet. Dazu wird das weiße Goldo, wie die studierte Agrarwissenschaftlerin Ilona Kuhnen die Ziegenmilch bezeichnet, gefiltert und schonend im Wasserbad pasteurisiert. Für die Herstellung von Frischkäse wird sie eine halbe Stunde konstant bei einer Temperatur von 62 bis 67 Grad gehalten. Dann sind etwa 80 Prozent der Schadstoffe weg, die Inhaltsstoffe bleiben aber erhalten. Zur weiteren Verarbeitung wird biologisches Zickellab zum Dicklegen der Milch verwendet. Man könnte auch Kälberlab oder synthetisch hergestelltes Lab verwenden. Das wäre zwar kostengünstiger, aber wir hätten kein hundertprozentiges Ziegenprodukt mehr, sagt Ilona Kuhnen. Es folgen mehrere Handarbeitsschritte. Nach zwei Tagen ist der Frischkäse fertig. Milchsammeltanks gibt es auf dem Ziegenhof Rösberg nicht. Unsere Milch ist nicht tot, die hält sich sieben bis zehn Tage, sagt Marc Kuhnen.
    Außer den Milchprodukten gibt es das ganze Jahr über Ziegenfleisch. Wenn in einer Kochsendung im Fernsehen Milchzicklein verarbeitet wurden, steigt die Nachfrage sofort, erzählt die Viehwirtin. In Zusammenarbeit mit einem Metzger werden Ziegenschinken, Ziegenfleisch (Zicklein), Ziegensalami, Bratwurst und Pfefferbeißer hergestellt.
    Auf dem Hof wird überwiegend die Weiße Deutsche Edelziege als klassische Milchziege gehalten. Die Tiere bekommen selbst zusammengestelltes Futter, das aus verschiedenen Getreidesorten besteht. Nach der Ablammzeit gibt es zusätzliches Aufbaufutter in Form von Pellets. Ilona Kuhnen wählt dazu Pellets, die frei von gentechnisch verändertem Saatgut sind. Außerdem fressen die Ziegen Eifelheu (bei Regen im Stall), frisches Gras und mit Vorliebe Kastanien.
    Der Geschmack des Käses verrät ganz viel über das Futter und das Wetter. Ziegenmilch ist ein ganz ehrliches Produkt, erklärt Ilona Kuhnen.
    Der Ziegenhof Rösberg ist ein Bioland-Betrieb.

    Ein Besuch auf dem Ziegenhof sollte mit einem Ausflug ins Obstbaumuseum in Bornheim-Merten kombiniert werden.

    zahlreiche Abbildungen
    12 x 21 cm
    208 Seiten
    ISBN 978-3-89705-835-4
    Euro 14,90


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  • Zeitschrift Liebes Land - Heft Nr. 12 - Dezember 2009 - Seite 42

    LL-Cover
    Auf frischer Tat
    Viele träumen von der Arbeit auf dem Land. Ilona Kuhnen machte ihren Traum wahr – mit viel Gemecker:

    "Wenn die Ziegen morgens um halb sechs meckern und ich bei Eiseskälte in den Stall muss, frage ich mich, wie man das Wort Idylle buchstabiert."

    Mit dem Klischee vom idyllischen Landleben hat der 16-Stunden-Arbeitstag von Ilona Kuhnen tatsächlich nichts zu tun. Die 33-Jährige bekochte einst mit ihrer Catering-Firma Til Schweiger und Götz George und machte sich dann mit 17 Milchziegen selbständig.

    Wie schaffte sie das?







    LL-Bild 1Astrid hat gut Grinsen. Mit frechem LL-Bild 2Augenaufschlag wickelt die Zicke Gäste, Nachbarn und sogar Minister um den Finger. Und das trotz Damenbart.

    Als weiße deutsche Edelziege ist Astrid mit dem Flaum unterm Kinn in bester Gesellschaft. Mit 16 bärtigen Kolleginnen bewohnt sie den 2,3 Hektar großen Ziegenhof in Rösberg im Vorgebirge bei Bonn. Die Wiesen unter den Kastanienbäumen sind saftig, die Nachbarn nett. Schauspieler Günter Lamprecht wohnt in Hörweite.

    „Ruhe? Ländliche Idylle?“ Ilona Kuhnen muss lachen. „Wenn die LL-Bild 3Ziegen morgens um halb sechs meckern und ich bei Eiseskälte in den Stall muss, frage ich mich zähneklappernd, wie man das Wort Idylle buchstabiert. Trotz Abitur.“ Mit dem Klischee vom verträumten Landleben hat der 16-stündige Arbeitstag auf Kuhnens Hof wenig zu tun. „Aber viel mit Idealismus.“ Schließlich diktieren Jahreslauf und Wetter die Arbeit: Melkzeit, Erntezeit, Deckzeit, Lammzeit. „Wir können nicht gemeinsam in den Urlaub, nicht spontan ins Konzert und nicht mit Freunden die Nacht durchmachen. „Aber“ – lange Pause –„wir wollen nicht mehr anders.“ Die Arbeit auf dem Land ist für Ilona Kuhnen und ihre Familie zur Leidenschaft geworden.


    Für jeden Spaß zu haben: auf der Weide spielen die Ziegen gern mal Zicke...->Zunächst existierte der Hof nur im Traum
    ...aber beim Füttern tanzt keine aus der Reihe - für Ilona Kuhnen der beste Zeitpunkt zum Melken.Jahrelang hatte die heute 33-jährige Agrarwissenschaftlerin mit ihrer Catering-Firma Filmcrews und Schauspieler wie Götz George und Til Schweiger bekocht. Sie war selbstständig und erfolgreich. „Trotzdem wusste ich irgendwann, dass dies nicht mein Leben ist.“

    Ilona Kuhnen träumte vom eigenen Hof mit artgerecht gehaltenen Ziegen, einer Hofkäserei und dem Leben mit Hund, Hühnern und Kaninchen. Eine Reportage half ihr auf die Sprünge. Mit Ziegen, wusste Ilona Kuhnen, würde sie keine Milchquote zu erfüllen haben, die Anmeldung als sogenannte Urproduktion beim Gewerbeamt würde Steuern sparen.

    Dass sie weder Hof noch Ziegen noch Käserei-Erfahrung hatte (lediglich Hund Ben, ein türkischer Kanga, war schon an
    ...Fortsetzung folgt!

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  • Kölner Stadtanzeiger - Nr. 98 - Dienstag, 28. April 2009
    Zicklein erobern die Herzen der Kinder
    Viel zu schauen, viel zu strampeln und viel zu lernen beim zweiten Frühlingserwachen
  • Mit dem Fahrrad ging es von Hof zu Hof. Die Steigungen machten manchem ganz schön zu schaffen. VON MICHAEL SCHULZ

    Bornheim - Die ersten Erdbeeren des Jahres warteten auf die Besucher des Spargel- und Erdbeerhofs Ritter in Bornheim. Samstags wurden sie geerntet und sofort zu Erdbeerkuchen für die Teilnehmer des Frühlingserwachens verarbeitet. Zehn Höfe in Bornheim öffneten ihre Türen, zeigten ihre Ställe, verkauften Spezialitäten oder boten Führungen an. Auf dem Fahrrad konnten die Besucher den gut ausgeschilderten Wegen zu den einzelnen Höfen folgen und sich verwöhnen lassen. Außerdem gab es noch was zu gewinnen. Auf einer speziellen Karte wurde an jeder der zehn Stationen ein Stempel angebracht, wenn sie voll war, konnte man an der Verlosung eines Wellness-Wochenendes oder eines Bornheimer Spezialitäten-Korbs teilnehmen. Der ADFC bot eine geführte Tour an, der Tross allerdings werde sich nur eine halbe Stunde an jedem Hof aufhalten, so der Führer Gerd Müller-Brockhausen. "Wer länger bleiben möchte, kann das natürlich gerne tun, und dann entweder abkürzen, um uns einzuholen, oder auf eigene Faust weiterfahren."
    'Besonders der Weg zum Ziegenhof in Rösberg weckt bei einigen Teilnehmern Zweifel, ob sie die Steigung schaffen werden. "Es ist natürlich das, worauf sich die Kinder am meisten freuen, deswegen werden wir es schon versuchen, aber ich bin mir nicht sicher, ob wir hochkommen", meint Hans-Josef Peters. Im Ziegenhof gibt es Zicklein und Hasen zu streicheln, für die Kinder der Familie Peters, Annika und Lena, klingt das am spannendsten. Mutter Johanna Peters hat andere Präferenzen: "Ich freue mich am meisten auf den Lavendelhof.
    Wo sieht man schon viel Lavendel auf einem Haufen, sonst muss man dafür in die Provence fahren."
    Der Lavendelhof "ist denn auch das erste Ziel, jedoch ist vom Lavendel noch nicht viel zu sehen. "Wir befinden uns erst im Aufbau. Im nächsten Monat hole ich Mutterpflanzen aus Frankreich, es geht eben langsam voran, wenn man sich so ein großes Projekt vornimmt." Landwirtin Dr. Barbara Weickel hat im vergangenen Jahr die alte Gärtnerei erstanden, die" nun langsam zum Lavendelhof wird. Außer hausgemachter Lavendelkosmetik gibt es jede Mange Pflanzen zu kaufen, darunter auch wenig alltägliche Nutzpflanzen wie Alant oder Johanniskraut. Auch Kartoffelpflänzchen kann der Besucher erstehen.
    In der Biogasanlage vermittelt Besitzer Alexander Bernartz Wissen. Wie mit Hilfe von Bakterien aus Biomasse Gas, Wärme und Elektrizität gewonnen wird, kann sich der interessierte Besucher bei einer einstündigen Führung durch die Anlage erklären lassen. Ein Kilowatt lasse sich nun mal schlecht auf dem Fahrrad transportieren, scherzt er. "Wo die anderen Höfe eher das Natürliche präsentieren, 'bilden wir ein Gegengewicht. Bio kann eben auch höchste Technik sein."
    Mit dem Fahrrad auf den Rösberg zu kommen ist tatsächlich eine Herausforderung. Ganz oben an einer steilen Steigung steht der Ziegenhof, ein prächtiges altes Gebäude, in dem vor allem für Kinder einiges geboten wird. Eine Hüpfburg und Schminkaktionen sind schon spannend, aber das Tollste sind die Zicklein, die in einem Gehege stehen und gestreichelt werden können. Die aufgeweckten Tiere springen herum und knabbern an allem, was sie zwischen die Zähne kriegen, besonders gern an T-Shirts. Im kleinen Hoflädchen steht Landwirt Marc Kuhnen und lässt geduldig jeden seine Ziegenkäsespezialitäten probieren. Der Andrang ist riesig, und fast jeder nimmt etwas mit nach Hause, sei es Ziegenjoghurt, -frischkäse oder -camembert.
    Bilder im Internet: www.ksta.de/rhein-erft-bilder

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  • Bonner Rundschau Rhein/Sieg - Nr. 97 - Montag, den 27. April 2009
    Spazierfahrt durch ein Schlaraffenland
    “Frühlingserwachen im Vorgebirge”: Radtour führt durch blühende Felder zu den Höfen von Margret Klose

    BORNHEIM
    Pünktlich zum "Frühlingserwachen an Rhein und Vorgebirge" präsentierte Landwirt Claus Ritter gestern die ersten saftig-roten Erdbeeren, die seine Mitarbeiter am frühen Morgen gepflückt hatten. Sie werden auf Feldern gezüchtet, auf denen Folien die
    Früchte schützen: In den TunneIn wird die Erde so warm, dass die frühe Ernte möglich wird. Weit mehr als hundert Fahrradfahrer kamen gestern zu seinem Hof, um beim Frühlingserwachen", einer Aktion der Stadt und der Landwirte zur Förderung regionaler Pro
    dukte, die im vergangenen Jahr Premiere hatte, aktiv mitzumachen. Dort hieß auch Bürgermeister Wolfgang Henseler die vielen Freizeitsportler willkommen: Mit dieser Veranstaltung haben wir eine Lücke geschlossen. Die Mischung aus aktivem Erleben unserer Natur und Erlebnis auf den Höfen passt einfach." Viele Gäste hatten Körbe und Taschen dabei, um sich während der Radwanderung, für die die örtliche Gruppe des Fahrradclubs ADFC unter Leitung voBelohnung nach dem Aufstieg hinauf nach Rösberg: Die Tiere auf dem Ziegenhof hatten es den Pänz angetan.n Gerd Müller-Brockhausen verantwortlich zeichnete, auf den Erzeugerbetrieben mit frischem Spargel, Obst- und Gemüse einzudecken. So wie etwa Sybille Krämer, die mit Kindern und Freund aus der Eifel in den Gemüsegarten des Rheinlands gekommen war.  Vom Hof Ritter ging es von Roisdorf aus 35 Kilometer von Hof zu Hof durchs Stadtgebiet.
    Zehn Höfe galt es zu besichtigen, auf denen sich die Besucher über Landwirtschaft, Tierhaltung und Bioanbau schlau.machen konnten. Hautnah ließ sich dabei die Natur und ihre Vielfalt im Frühling entdecken. Auf den Feldern waren Erntehelfer damit beschäftigt, Spargel zu stechen und Rhabarber zu ernten. Herrlich fanden die Radler auch die Pracht der blühenden Obstbäume. Auf den Obstplantagen von Otto Schmitz Hübsch in Merten standen alle 100000 Apfelbäume in Blüte. “Wir sind extra aus Alfter hergekommen, um einmal hinter die Kulissen der landwirtschaftliehen Betriebe zuschauen", verriet Teinehmer Joachim Burbiel. Und seine Frau Anja ergänzte: ”So erfahren wir und unsere Kinder bei einem wunderschönen Sonntagsausflug auch, wie viel Gutes so nah vor der Haustüre zu finden ist." Gut an kamen auch die Aktionen bei Bio-Landwirt Leonhard Palm in Uedorf. Auf seinem Hof waren die Gäste und insbesondere die Kinder eingeladen, aus Marzipan ße Spargelstangen, aber auch Erdbeeren oder kleine Glücksschweinchen zu formen. Wer alleine nicht klarkam, dem half Bäckerlehrling Christiane Palm (18) weiter. Mit dem Traktor fuhr Palm mit seinen Gästen aber auch hinaus zu den Spargelfeldern, wo sie selbst Spargel stechen durften. Mit der ersten Erdbeerernte rechnet 'Palrn noch in dieser Woche. Schon lange vor dem Ausklang der Bauernhof-Besichtigungstour" gegen' 18 Uhr stand fest: Die von der Stadt, den Erzeugerbetrieben und dem ADFC organisierte Veranstaltung hat sich gelohnt. Ihr soll im kommenden Jahr Sie eine weitere Auflage folgen. Denn das Interesse ist nicht nur in der Bevölkerung groß. Wie Wolfgang Henseler mitteilte, haben ihm inzwichen noch weitere landwirtschaftliehe Erzeugerbetriebe ihre Bereitschaft zum Mitmachen signalisiert.


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  • Bonner Rundschau Rhein-Sieg/Bonn - Nr. 96 - Samstag, 25. April 2009
    Die Ziegen meckern pünktlich um 5.30 Uhr
    Ilona Kuhnen aus Rösberg hat sich mit ihrem Zuchtbetrieb einen lang gehegten Traum erfüllt von Margret Klose

    Gut gemeckert! Die 32-jährige Ilona Kuhnen hat in ihrem alten Hof in Rösberg einen Zuchtbetrieb für Ziegen eingerichtet.BORNHEIM-RÖSBERG. . Morgens um 5.30 Uhr klingelt der Wecker. Dann ist für Ilona Kuhnen die Nacht zu Ende. Ihren 15 Milchziegen - weiße Deutsche Edelziegen - ist es nämlich ziemlich egal, ob es Sommer- oder Winterzeit ist, sie wollen nur pünktlich gemolken werden. Seit 2005 züchtet Ilona Kuhnen eigene Ziegen, im August 2008 hat sie zudem mit der eigenen Ziegenkäseproduktion auf ihrem Hof in Rösberg begonnen. Inzwischen hat sie bereits 16 verschiedene Frischkäsesorten im Sortiment. "Und weitere sollen folgen", sagt sie. Mit dem frühen Aufstehen hat die '32-jährige Frau aus Rösberg keine Probleme. Schließlich ging für sie mit der Inbetriebnahme ihres Ziegenhofes im Vorgebirge ein Traum in Erfüllung. Schon als Kind war sie von der Landwirtschaft fasziniert. Gleich nach dem Abitur absolvierte sie sogar ein Jahrespraktikum in einem Milchviehbetrieb im Münsterland. Als sie 2002 den halb verfallenen Hof in Rösberg sah, verliebte sie sich sofort in das Anwesen. "Schon bei der ersten Besichtigung hatte ich ganz klar vor Augen, wie es werden sollte", erzählt sie. Drei Jahre dauerten dann die Sanierungsarbeiten. bei der sich ihr Vater Kurt Kuhnen finanziell, aber auch mit Blick für das Schöne eingebracht hat. Selber auch rissen Ilona Kuhnen und ihr Mann Marc Wände raus und zogen sie neu, und tonnenweise karrten sie Unrat und Abfälle von dem rund 6500 Quadratmeter großen, damals brachliegenden Grundstück. Erst durch seine Frau ist ihr Mann zur Landwirtschaft gekommen. Zwar arbeitet er als Kaufmann, doch seine Freizeit gehört ganz der Familie und dem kleinen Bauernhof. 
    Das Wohnhaus selber ist ein Niedrigenergiehaus geworden. Der Innenhof ist gepf'lastert und gleich dahinter ist der offene Ziegenstall mit Blick auf die Weiden und den kleinen Bauerngarten. Dort baut Ilona Kuhnen auch Gemüse und Kartoffeln für die Familie an. "Die Tiere sind das ganze Jahr über draußen", erzählt Ilona Kuhnen. Trotzdem werden sie mit einer speziellen Futtermischung frei von gentechnisch veränderten Getreide zugefüttert. Doch viel lieber als das Futter fressen sie die Gräser und Sträucher auf der Weide. Sie habe ihre Ziegen sogar schon bei Vollmond auf der Weide draußen grasen gesehen. Das seien dann jene Momente, die ihr zusätzlich die Gewissheit geben, den richtigen Weg gegangen zu sein.
    Morgens und abends melkt sie die Ziegen und morgens und abends setzt sie gleich danach den Käse an. Neben Joghurt und Frischkäse mit Kräutern der Saison gibt es inzwischen auch Camemberts zu kaufen. "Demnächst sollen vor allen Dingen klassische französische Käsesorten dazu kommen", sagt sie. Regelmäßig nimmt die 32-Jährige deswegen an speziellen Kursen in Molkereibetrieben teil, um ihr Wissen über die Käseproduktion zu vertiefen. Ihre eigene kleine Käserei ist abgetrennt vom Wohnhaus im Nebengebäude untergebracht. Davor ist der kleine Hofladen, in dem sie ihre Produkte direkt an die Verbraucher verkauft. Auch Ziegensalami, Ziegenschinken und Ziegenbraten gibt es dort zu kaufen, denn Nachwuchs gibt es reichlich und vor der Geschlechtsreife werden die Böcke geschlachtet. Für Nachwuchs sorgt jedes Jahr ein neuer Bock, den Ilona Kuhnen dazu kauft. "Das Fleisch ist ganz mager und schmeckt ähnlich wie Geflügelfleisch ", erzählt die Bäuerin. Außer den Ziegen züchtet sie auch noch Kaninchen der Marke "Deutsche Riesen". Mit ihnen, aber auch mit Katze Susi und Hund Ben spielen auch Paula (3) und Klara (2), die beiden Töchter der Jungbauern, "
    Morgen feiert ab 11 Uhr der Ziegenhof seinen Tag der offenen Tür; Rösberg, Weberstraße 12. Dann dürfen der Hof inspiziert und die Tiere gestreichelt werden.

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  • General-Anzeiger IX - Samstag/Sonntag, 9./10. August 2008
    Auf der alten Kohlenhalde meckern die Ziegen
    Ilona Kuhnen hat umgesattelt: in der Filmküche bleibt der Ofen aus, dafür produziert sie in ihrem umgebauten Bauernhaus aus Ziegenmilch Käse von Ilse Mohr

    Da fühlt sie sich wohl: Ilona Kuhnen im Kreise ihrer Ziegenherde in Bornheim-RösbergBORNHEIM-RÖSBERG. Der Wandel der Zeit kann Träume Wirklichkeit werden lassen, so geschehen in Bornheim-Rösberg. Dies konnten viele alte Rösberger in den letzten Jahren verfolgen am Ortsrand: Nicht selten waren sie dort Zaungäste der Baustelle an der Weberstraße 12, denn dort in dem Haus, wo früher eine betuchte Familie einen Kohlenhandel besaß, und der Brennstoff für die
    Kunden aus dem Flur geschippt wurde, tat sich etwas. Neue Eigentümer entkernten das einstmals repräsentative und dann verwahrloste Gebäude aus dem Jahr 1927, sie entmüllten das 6 000 Quadratmeter große Grundstück, rissen marode Anbauten ab, bauten neue Wirtschaftsgebäude und einen offenen Stall. Dann steckten sie Weiden ab, und eines Tages meckerten dort die ersten Ziegen.
    Nach fast fünf Jahren harter Arbeit hat sich Ilona Kuhnen dort mit Unterstützung der Eltern ihren Traum von einem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb erfüllt: Eine Milchziegenhaltung mit Käserei und einem Hofladen, den sie kürzlich eröffnet hat. Damit zählt der Ziegenhof zu den wenigen der rund 100 landwirtschaftlichen Betriebe in Bornheim, die ganzjährig einen Hofladen betreiben. Das Angebot der hiesigen Erzeuger hat traditionell seinen Schwerpunkt in der Direktvermarktung von Obst- und Gemüseprodukten, Anbieter tierischer Erzeugnisse gibt es im Vorgebirge selten. Der Wunsch, so zu leben und zu arbeiten, ist Ilona Kuhnen erst spät als Erwachsene gekommen, als die bisherige Karriere nicht glücklich machte. Nach dem Grundstudium  der  Agrarwissenschaften in Bonn hatte die  Münsterländerin sich als Filmcaterer in Köln selbstständig gemacht. Mit ihrer mobilen Filmküche zog sie von Drehort zu Drehort, um überall dort den Tisch Neugierig ist das Tier auch nochzu decken, wo in Spielfilmen, Soaps und Serien Szenen mit Essen und Trinken vorkommen.
    "So ein Filmdrehtag  hat 16 bis 18 Stunden, ich war dauernd unterwegs, an Kinder war nicht zu denken".
    Jetzt hat die 32jährige Mutter von zwei kleinen Kindern und Besitzerin von 22 weißen, deutschen Edelziegen zwar oft auch einen 18 Stunden Tag, “ aber er erfüllt mich.” Auch die anderthalb Jahr auf einem Milchviehbetrieb bei Osnabrück nach dem Abitur zählt sie zu den schönsten ihres Lebens. Ilona Kuhnen arbeitet gerne draußen und mit ihren Tieren und verwirklichte nun in Rösberg ihren neuen Lebensentwurf. Nach und nach wurde das Anwesen in den vergangenen Jahren wieder herausgeputzt und das drei geschossige Wohnhaus mit Zuschüssen des Landes zu einem Niedrigenergiehaus umgebaut. Gleichzeitig besuchte Ilona Kuhnen alle erforderlichen Kurse, um sich für die Ziegenhaltung, die Käseherstellung und die Vermarktung zu qualifizieren.
    Die Ziegen werden artgerecht auf der Weide gehalten. Das ist zwar aufwendiger als reine Stallhaltung, aber Natürlichkeit ist Ilona Kuhnen wichtig. Zwölf Ziegen muss sie derzeit täglich melken, und die 30 bis 35 Liter Milch sofort verarbeiten: zu Frischkäse und Milch, Molke und Joghurt. Weichkäse produziert Ilona Kuhnen noch nicht, aber ein Reifungsraum mit Klimagerät soll noch folgen. Auch Salami, Schinken und Ziegenfleisch hat sie in ihrem Hofladen im Angebot. Für den Verkauf von Fleisch werden die Ziegen aber nicht auf dem Hof geschlachtet, weil dafür die Auflagen zu hoch sind. Das erledigt ein Ziegenhof in Köln.
    Vorrang hat die Milchproduktion, und die lebhaften, neugierigen Ziegen sind vor allem bei den Kindern der Kundschaft sehr beliebt und lassen sich gerne streicheln. Inzwischen bewohnt auch noch ein Kälbchen den Stall, das Ilona Kuhnen vor dem Metzger gerettet hat. “Das ist jetzt unser Streichelrind”.
    FOTOS: VOLKER LANNERT

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